Wer bin ich?

Enstehung & Entwicklung

Vom Zielfernrohrschützen zum Experten für mentale Leistungsfähigkeit

1993, nach 1,5 Jahren Dienst in der Bundeswehr, erhielt ich mein erstes G3 ZF, das damalige Standardgewehr der Bundeswehr, ausgestattet mit einem Zielfernrohr. Nach einer kurzen, intensiven Ausbildung war ich ausgebildeter ZF-Schütze (Zielfernrohrschütze), ein Vorläufer der heutigen Scharfschützen.

Mit Beginn meines Dienstes in der Deutsch-Französischen Brigade, kam 1994 das französische Scharfschützengewehr FR-2 hinzu. Den dazugehörigen Lehrgang hätte ich rund 1,5 Jahre später absolvieren sollen. Durch den Jäger-Unteroffizierlehrgang und meinen ersten Auslandseinsatz auf dem Balkan war dies jedoch nicht mehr möglich. Nach meiner Versetzung 1996 verlor ich den direkten Bezug zum entstehenden Scharfschützenwesen der Bundeswehr. 1997 folgten die Einführung des G22 von Accuracy International sowie die Etablierung der bis heute gültigen Lehrgänge.

Mentaltechniken aus Militär und Sport

1998 begann ich in meiner Freizeit mit dem Freifallsport. Dort kam ich erstmals mit Themen in Kontakt, die nicht nur im Fallschirmsport, sondern auch im Scharfschützenwesen essenziell sind, unter anderem Mentaltechniken, Merktechniken und Visualisierung.

In der Bundeswehr war ich inzwischen Zugführer und verantwortlich für 35 Soldaten. Das zusätzlich erworbene Wissen blieb zunächst weitgehend ungenutzt, bis ich 2005 den Auftrag erhielt, als Pilotprojekt den ersten „schweren Jägerzug“ der Bundeswehr aufzubauen und zu führen.
Dieser Zug war mit vielfältigen Waffensystemen ausgestattet: der Panzerabwehrrakete MILAN, der Granatmaschinenwaffe 40 mm, neun G82-Gewehren (Gewehr große Reichweite), der Leuchtbüchse 84 mm „ILLUM“ sowie neun Scharfschützen mit dem G22.

Ausbildung neu gedacht – über Standards hinaus

Schon nach kurzer Zeit entsprachen alle Soldaten den Vorgaben der Bundeswehr – doch sie entsprachen nicht dem, was ich mir unter einem maximal leistungsfähigen, psychisch wie physisch resilienten Soldaten und insbesondere einem Scharfschützen vorstellte.

Ich begann daher, die Soldaten auch an allen anderen Waffensystemen des Zuges auszubilden und ergänzte dieses Wissen später um die Fähigkeit, Steilfeuer zu lenken, unterstützt durch Spezialisten der schweren Kompanie unseres Bataillons und der Artillerie.

Als wir nach Jahren intensiver Ausbildung im zweiten Halbjahr 2008 in die Einsatzvorbereitung für Afghanistan gingen, fiel mir erneut ein bis dahin unbenannter Mangel auf:
Einzelne Soldaten scheiterten in Stresssituationen, trotz hervorragender fachlicher Ausbildung. Diese sogenannten „Übungsmeister“ versagten in Schießprüfungen oder mentalen Ausnahmesituationen.

Dies wurde für mich zu einem Wendepunkt, zur Zusammenführung meines Fachwissens aus Hobby, Sport und militärischem Dienst.

Mentale Kontrolle

Ziel war es, Soldaten in extremen Stresssituationen zu befähigen, innerhalb von Millisekunden die Kontrolle über ihren psychischen Zustand zurückzugewinnen, ganz ohne Hilfsmittel. Stressbedingte Ausfälle (Blackouts) zu verhindern oder sofort zu reduzieren, wurde zur zentralen Aufgabe.

So entstand die praktische Anwendung des "positiven Bildes", ein mentaler Rückzugsort, in Kombination mit Visualisierung und Atemtechnik.

Erprobt im Feuerkampf, getestet und weiterentwickelt bei den spezialisierten Kräften in Pfullendorf, entstand daraus eine Methode, die heute jedem Menschen hilft, psychisch stabil, belastbar und souverän durchs Leben zu gehen, in jeder Stresssituation.

AEQUITAS-MENTIS steht für einen ausgeglichenen Geist und damit für mentale Stärke, klare Fokussierung und Präzision, auch dann, wenn Stress, Zeitdruck oder äußere Einflüsse wirken. Das Training vereint Visualisierung, bewusste Atmung, Stresskontrolle und Bewegungskoordination, um Körper und Geist zu synchronisieren.

Die Symbolik

Der Greif steht für Wachsamkeit, Stärke und Disziplin. Das zum Boden geneigte Schwert in seiner Klaue symbolisiert bewusste Handlung und mentale Resilienz.

Mentale Stärke ist trainierbar, für jeden.

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