








Über mich
Ich bin Ralf Siegenführ, ehemaliger Berufssoldat der Bundeswehr mit mehr als 34 Jahren Dienstzeit, überwiegend in der Kampftruppe, und mehreren Auslandseinsätzen.
In mehr als drei Jahrzehnten habe ich nahezu das gesamte Spektrum moderner Infanterie aus unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt, als Soldat und Ausbilder ebenso wie als militärischer Führer und Verantwortlicher für Ausbildung, Organisation und Einsatzvorbereitung.
Vier Jahre war ich in Frankreich in einem multinationalen Umfeld eingesetzt. Als Stabsfeldwebel führte ich dort unter anderem die Teileinheit Lagezentrum-Eurokorps. Die Zusammenarbeit in einem internationalen militärischen Umfeld erweiterte dabei meine Erfahrungen weit über die nationale Perspektive hinaus.
Mehr als drei Jahrzehnte Infanterie
Meine militärische Laufbahn begann 1992 als Wehrpflichtiger, führte über eine Verwendung als Busfahrer und Kradmelder über eine Verwendungen als Kradmelder-Gruppenführer und Erkunder-Gruppenführer in Müllheim schließlich 1996 nach Donaueschingen ins Jägerbataillon 292.
1996, 1996/1997, 1997, 2000 sowie 2002/2003 absolvierte ich mehrere Auslandseinsätze im ehemaligen Jugoslawien. Unter IFOR und SFOR war ich unter anderem in Kroatien und Bosnien und Herzegowina eingesetzt.
Bereits 1998 wurde ich als Jägerzugführer eingesetzt und trug damit die Verantwortung für rund 35 Soldaten. Insgesamt war ich zwölf Jahre Jägerzugführer.
Ab 2005 wurde ich mit dem Aufbau eines schweren Jägerzuges beauftragt, den ich bis 2010 führte. Der Höhepunkt meiner zwölfjährigen Zeit als Jägerzugführer waren zweifellos 127 Tage im Einsatz in Kundus, Afghanistan. Dieser Einsatz hat mich und meinen Blick auf Führung, Ausrüstung und die Anforderungen an den Soldaten bis heute nachhaltig geprägt.
Weitere Verwendungen und Qualifikationen erweiterten meine Perspektive kontinuierlich. Dazu gehörten unter anderem Tätigkeiten als Scharfschützenausbilder sowie Ausbildungsverantwortung am G82 und an der 40-mm-Granatmaschinenwaffe. Hinzu kamen Tätigkeiten als Schießlehrer für Hand- und Panzerabwehrhandwaffen sowie für das Raketen-Panzerabwehrsystem MILAN, als Kraftfahrfeldwebel, Bediener der Aufklärungsdrohne MIKADO und später als Beauftragter des Bataillons für Drohnen.
Ende der 1990er-Jahre gehörte ich darüber hinaus zur amphibischen Komponente meines Verbandes. Zahlreiche weitere Ausbildungen und Lehrgänge, darunter Sprengausbildung und ein Kommandolehrgang in Frankreich, ergänzten dieses Erfahrungsspektrum.
Internationale Ausbildung und Zusammenarbeit
2015 war ich für sechs Monate im Rahmen eines Mobile Training Teams (MTT) in Mali eingesetzt.
In Koulikoro war ich für die Organisation und Überwachung der Durchführung von Lehrgängen für die malischen Streitkräfte verantwortlich. Innerhalb dieses multinationalen Ausbildungsumfeldes arbeitete ich unter anderem mit Spezialkräften aus Österreich, Spanien, Tschechien, Litauen und Italien zusammen.
Diese Verwendung verband mehrere Bereiche, die meine Arbeit bis heute prägen. Internationale Zusammenarbeit, Ausbildungsorganisation, Koordination unterschiedlicher Beteiligter und die praktische Umsetzung militärischer Ausbildung.
Aus dieser Zeit bestehen bis heute persönliche und freundschaftliche Verbindungen über Ländergrenzen hinweg, vor allem nach Österreich.
Führung und Verantwortung
Als Kompaniefeldwebel begann ein weiterer Abschnitt meiner militärischen Laufbahn in Pfullendorf. Dort war ich zunächst als Inspektionsfeldwebel der EGB-Inspektion eingesetzt.
Meine letzten aktiven Dienstjahre verbrachte ich schließlich wieder in Donaueschingen als Kompaniefeldwebel der 1. Kompanie.
Führung bedeutete für mich dabei nie nur Dienstaufsicht oder Organisation. Sie bedeutete Verantwortung für Menschen, Ausbildung und Einsatzbereitschaft und häufig die Aufgabe, sehr unterschiedliche Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen.
Diese unterschiedlichen Tätigkeiten haben über Jahrzehnte ein breites infanteristisches Fachwissen entstehen lassen, vor allem aber ein Verständnis dafür, was der Soldat unter realen Bedingungen tatsächlich benötigt.
Von der Entwicklung zum Endanwender
Zwischen dem, was technisch funktioniert, was auf dem Papier überzeugt und was sich unter realen Einsatzbedingungen bewährt, kann ein erheblicher Unterschied liegen.
Genau an dieser Schnittstelle setzt Aequitas-Mentis Defence Consulting an.
Ich unterstütze Unternehmen und Institutionen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie aus der Perspektive des militärischen Endanwenders. Im Mittelpunkt stehen Ausrüstung, Handhabung, Ergonomie und Praxistauglichkeit sowie die Frage, wie Produkte unter realistischen Bedingungen tatsächlich vom Soldaten eingesetzt werden.
Das Leistungsspektrum kann dabei weit über die reine Beratung hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise die Konzeption und Durchführung von Multiplikatorenausbildungen im In- und Ausland sowie die Koordination umfangreicherer Ausbildungsaufträge, bei denen Leistungen verschiedener Anbieter durch Aequitas-Mentis zusammengeführt und abgestimmt werden.
Dabei richtet sich mein Angebot ausdrücklich nicht nur an etablierte Unternehmen der Defence Industry.
Auch zivile Unternehmen, Start-ups und Entwickler, die mit vorhandenen Technologien, Produkten oder neuen Ideen in den Sicherheits- und Verteidigungsmarkt einsteigen möchten, unterstütze ich dabei, die Anforderungen des militärischen Endanwenders frühzeitig zu verstehen und in ihre Entwicklung einzubeziehen.
Denn nicht jedes Unternehmen braucht militärische Erfahrung im eigenen Haus, aber wer für Soldaten entwickelt, sollte wissen, wie Soldaten arbeiten.
Ausbildung und Wissenstransfer
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Konzeption, Vorbereitung und Durchführung von Ausbildungen.
Meine Erfahrung aus jahrzehntelanger militärischer Ausbildungstätigkeit ermöglicht es mir, technische Inhalte mit der praktischen Perspektive des Anwenders zu verbinden. Dies kann sowohl die Ausbildung von Endanwendern als auch die Vermittlung militärischer Anforderungen innerhalb eines Unternehmens betreffen.
Mentales Training
Ein weiterer Bereich von Aequitas-Mentis ist das Mentale Training.
Dieser Bereich entstand aus meinen langjährigen Erfahrungen mit Führung, Belastung, Verantwortung und Entscheidungsfindung unter schwierigen Bedingungen.
Der Geschäftsbereich wird derzeit nicht aktiv betrieben und ruht zugunsten meiner Tätigkeit im Defence Consulting. Er bleibt jedoch Bestandteil von Aequitas-Mentis.
Autor, Unternehmer und Referent
Neben meiner Beratungstätigkeit bin ich seit 2013 auch unternehmerisch als Metsieder tätig und betreibe eine eigene Honigwein-Manufaktur mit Onlineshop.
Darüber hinaus bin ich Autor des Buches 127 Tage – Einsatz in Kundus, für das ich mit dem Autorenpreis für Veteranenliteratur ausgezeichnet wurde.
Ich engagiere mich ehrenamtlich und halte Vorträge zu meinen Erfahrungen aus Einsatz, Führung und militärischer Praxis.
Präzision, Ausdauer und Hingabe prägen mein Handeln.
Gestern im Einsatz. Heute an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Endanwender.